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Bilderrätsel - Juni 2026

Rätselbild Juni 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Rätselbild Juni 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge

Zeit für ein neues Bilderrätsel. Wer erkennt den Standort der historischen Aufnahme? Die Auflösung erfolgt weiter unten mit weiteren Bilder in der Galerie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Auflösung:

 

Mit dem heutigen Rätselbild sind wir wieder einmal in der damaligen Mittelstraße, es zeigt das jetzige Haus Friedrich-Ebert-Straße 12. In den 1910er Jahren war hier das Restaurant zum Prinzen Heinrich.

1878 baute der Bauunternehmer Peter Sachtleben auf seinem Grundstück Mittelstraße 12 ein Wohnhaus mit zwei Etagen, zwei Seitengebäude und zwei Ställen. Für die Zimmerarbeiten war der Zimmermeister Peters zuständig. Ab 1890 war dann der pensionierte Lokomotivführer Wilhelm Höhne Hausbesitzer. 1898 wurde er zum Restaurateur und ließ dafür im Vorderhaus die Trennwand von zwei Stuben vom Maurermeister W. Krüger entfernen. Am Haus wurde das Schild mit der Aufschrift „Restauration und Mittagstisch“ sowie an der Eingangstür eine Straßenlaterne für die Beleuchtung am Abend angebracht.

Um 1902 war für kurze Zeit Johannes Gädke der Restaurateur, der danach seine eigene Gaststätte über Jahrzehnte in der Joh.-Runge-Straße 21 hatte. Ab 1904 war der Restaurateur Ferdinand Glüse neuer Hausbesitzer und 1906 wurde der Restaurateur August Brüggemann Besitzer der Mittelstraße 12. Da dieser in Stendal wohnte und tätig war, kümmerte sich der Restaurateur-Pächter Fritz Lemke um die Schankwirtschaft. Ab 1910 war dann wieder August Brüggemann der Chef in seiner Restauration. 1911 ließ er im Hause Fremdenzimmer (Logierstuben) vom Maurermeister W. Krüger für sein „Restaurant zum Prinzen Heinrich“ ausbauen. 1920 ließ wiederum der neue Hausbesitzer Dr. med. vet. prakt. Tierarzt Fritz Grawert die Gastwirtschaftsräume zu einer Wohnung umbauen. Am 1.2.1922 erwarb Ernst Wesenberg das Wohnhaus Mittelstraße 12 käuflich. Er war Schwerkriegsbeschädigter (beide Beine gelähmt) und staatl. Lotterie-Einnehmer. Er ließ 1924 ein Wohnzimmer als Laden ausbauen. 1928 wurde sein Laden mit dem zweiten Wohnzimmer vergrößert und sein Lotterie- und Tabakwarengeschäft bekam ein zweites großes Schaufenster. Danach wurde am Doppelhaus Mittelstraße 12/13 die komplette Fassade von den Reg. Baumstr. Plitt & Borchert erneuert. Der staatl. Lotterie-Einnehmer betrieb in seinem Geschäft auch noch ein Hapag-Reisebüro sowie Seebäder-Dienst.

Während des 2. Weltkriegs hatte Ernst Wesenberg nebst Frau 9 Angestellte und 11 weitere Einwohner im Haus. Deshalb beantragte er Anfang 1944 den Einbau eines Luftschutzkellers bzw. LS-Raumes. Beides wurde wegen Baustoff- und Arbeitskräftemangels vom Reichsministerium Speer abgelehnt. Durch Kampfhandlungen brannte 1945 das Hintergebäude völlig aus. Ernst Wesenberg führte sein Lotterie-Geschäft und seine Tabakwarengroßhandlung noch weitere 5 Jahre. Ende 1951 zog der Fotografenmeister Arthur Teich (ehemals Bürger- und Schützenstraße) in das Geschäft ein und ließ im Dezember ein neues Transparent bzw. Leuchtreklame für sein Foto-Atelier zwischen den beiden Schaufenstern anbringen. Arthur Teich wurde auch Besitzer der jetzigen Friedrich-Ebert-Straße 12. Bei Arthur Teich schloss 1960 Karl-Heinz Brun seine Fotografen-Lehre ab. Anfang der 1960er Jahre übernahm der Fotografenmeister Horst Podiebrad den Betrieb von Arthur Teich.

Ab Januar 1967 führte Horst Podiebrad den Fotohandwerksbetrieb seines Vaters Karl Podiebrad in der Friedrich-Engels-Straße 11 weiter. Den Betrieb in der Friedrich-Ebert-Straße 12 übernahm Karl-Heinz Brun, der bis dahin bei seinem damaligen Schwager Horst Podiebrad gearbeitet hatte und im Oktober 1966 die Meisterprüfung im Fotografen-Handwerk absolvierte. Karl-Heinz Brun war auch Besitzer des Wohn- und Geschäftshauses. Hier machte sich auch sein Sohn Guido Brun im Dezember 1986 mit seinem Fotolabor selbstständig. Für sein Gewerbe wurden zwei ungenutzte Räume für ein Farbfotolabor eingerichtet. Ende 1987 wurde von Karl-Heinz Brun, der in Lindenberg wohnte, auf das Eigentumsrecht an dem Grundstück Friedrich-Ebert-Str. 12 verzichtet und vom VEB Gebäudewirtschaft übernommen.“ Foto-Brun“ gab es dann hier noch bis 2002. Danach ließ der neue Hausbesitzer den Fotoladen zu einem Imbiss umbauen. Ab 2011 war dann hier ein Asiatisches Bistro und ab 2015 bis jetzt das Asia-Restaurant „Viet-Thai“

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Bilderrätsel - Juni 2026 I Fotos: Stadtarchiv Wittenberge (DI, 09. Juni 2026)

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