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Bilderrätsel am Sonntag

Rätselbild des Bilderrätsels vom 3. März 2024 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Rätselbild des Bilderrätsels vom 3. März 2024 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge

Zeit für ein neues Bilderrätsel. Wer erkennt den  Standort der historischen Aufnahme? Die Auflösung folgt weiter unten im Text. In der nachfolgenden Bildergalerie finden sie zudem weitere Fotos und Bildelemente zur Auflösung des aktuellen Bilderrätsels.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Auflösung des Bilderrätsels

 

Das heutige Rätselfoto führt in die (verlängerte) Bahnstraße 120. Auf der Rätsel-Postkarte ist Tuchtfeldt’s Conditorei & Café in der damaligen Chausseestraße 8 abgebildet. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1913, hier die Geschichte dieses Hauses:

1844 ließ der Schiffer Wilhelm Krenzlin auf dem damaligen Grundstück Chausseestraße 9 ein Haus bauen. 1858 beauftragte die Witwe Krenzlin einen Maurermeister sowie den Zimmermstr. C. Peters links zwei Stuben anzubauen. Ab 1866 überließ die Witwe die beiden Gaststuben dem Gastwirt Eduard Demmerich. 1876 erfolgten auf dem Grundstück der Anbau eines Seitengebäudes, die Versetzung des Schweinstalls und eine Veränderung des Wohnhauses. Die Bauarbeiten führten der Zimmermeister Carl Peters und der Maurermeister Hermann Deutsch aus. 1882 übernahm der Gastwirt Wilhelm Lüdecke das Grundstück. 1885 ließ er eine Veranda und ein Abort bauen. Nach dem Tod ihres Ehemanns wurde 1889 die Witwe Rosine Lüdecke, geb. Pötsch, Hausbesitzerin. Um 1895 wurde das Grundstück in Chausseestr. 8 umnummeriert. Von 1902-1904 war der Restaurateur Adolf Wannig Besitzer des Grundstücks. Dieser ließ 1902 noch ein Pissoir für die Gaststätte bauen. Ende 1904 erfolgte die Grundstücksübernahme durch den Restaurateur Johannes Tuchtfeldt. 1906 wurde die Grundstücks-Entwässerungsanlage an die Städt. Schmutzwasser-Kanalisation angeschlossen. Für die Bauausführung beauftragte der Restaurateur den Civil-Ingenieur u. Baumeister Gustav Appel. Im linken Gebäudeteil befanden sich jetzt Tuchtfeldt’s Café & Konditorei u. rechts seine Restauranträume. Für seine Konditorei ließ der Restaurateur 1907 noch eine Küche anbauen. Bis zum 1. Weltkrieg führten die Tuchtfeldt‘s ihr Café u. Konditorei noch gemeinsam. Aber im Krieg wurde der Konditoreibesitzer zum Militär als Train-Fahrer zur Train-Abteilung 3 in Spandau eingezogen (Train = Bezeichnung für militärisches Transportwesen). Am Kriegsende im November 1918 erkrankte Joh. Tuchtfeldt und kam ins Lazarett in Spandau, wo er dann am 4.12.1918 verstarb. Die jetzige Grundstücksbesitzerin Witwe Margarete Tuchtfeldt heiratet (36-jährig) 1921 Ernst Grunow, der als Gastwirt das Café und Restaurant übernahm. Ab Anfang 1928 war die Bodenstein-Brauerei Pächterin der linken Stehbierhalle u. der beiden rechten Restauranträume. Die Brauerei ließ am Gebäude neue BODENSTEINER-Reklame-Transparente anbringen. Ende 1928 beantragte Willy Kiel den Betrieb der Gast- u. Schankwirtschaft als Unterpächter. Im Dezember ließ die Bodenstein-Brauerei die Toiletten sowie Pissoire der Gastwirtschaft u. Stehbierhalle umbauen. Ausführender war das Baugeschäft Karl Hamann. Im November 1929 beauftragte Ernst Grunow die Installateur-Firma H. Voge, Bahnstr. 11, zum Einbau eines Privat-Klosetts im 1. Stock seines Wohnhauses. 1933 wurde das Grundstück in Adolf-Hitler-Str. 120 umbenannt. Ab 1938 wurde der Gastwirt Oskar Kühne Pächter und die Actien-Brauerei DIAMANT-Bräu beauftragte den Schildermalermeister Schaub mit der Anbringung einer neuen Lichtreklame. 1939 ließ der Schankwirt eine neue Herrentoilette bauen. Oskar Kühne führte die Gaststätte bis in die 1940er Jahre. Ab Ende der 1940er Jahre vermieteten die Grunow’s die ehem. Gasträume an die Erich Marggraf GmbH Pharmazeutische Großhandlung. 1957 starb Ernst Grunow. Frau Grunow vermietete danach 3 Gewerberäume, einen Lagerschuppen u. eine Toilette an den VEB Bürotechnik Berlin zu Gewerbezwecken und für eine Reparaturwerkstatt. 1959 wurden zwei weitere Zimmer u. ein Schuppen an VEB Bürotechnik vermietet. Die Firma ließ 1962 die Werkstatt durch den Kreisbaubetrieb umbauen. Im Oktober 1962 verstarb Margarete Grunow. Der Nachlasspfleger Ernst Koch kümmerte sich noch einige Jahre um das Grundstück bis es vom VEB Kommunale Wohnungsverwaltung übernommen wurde. 1969 vermietete die KWV 8 Zimmer, einen Kohlebunker u. 2 Toiletten an den VEB „Maschinelles Rechnen“ Schwerin sowie im 1. Stockwerk eine Wohnung mit 4 Zimmern u. Küche an Fam. W. Neumann. Ab 1980 hieß der Mieter der Gewerberäume VEB Datenverarbeitungszentrum. Dieser ließ 1986 Außenfassade u. Fenster erneuern.1990 wurde das DVZ von der Treuhand aufgelöst. Seit dieser Zeit änderten sich für die Bahnstraße 120 mehrmals die Rechtsträgerschaften, vom VEB Gebäudewirtschaft Wittenberge zur Wohnungsverwaltungsgesellschaft, 1991 an die Stadtverwaltung u. dann an die WGW. Seitdem wird das Gebäude nur noch als Wohnhaus genutzt.

 

 

 

Fotoserien

Bilderrätsel am Sonntag - 3. März 2024 I Fotos: Stadtarchiv Wittenberge (MI, 28. Februar 2024)

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