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Bilderrätsel am Sonntag

Wer erkennt den Standort dieser historischen Aufnahme ? I Foto: Stadtarchiv Wittenberge (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Wer erkennt den Standort dieser historischen Aufnahme ? I Foto: Stadtarchiv Wittenberge

Ab heute veröffentlichen wir unser beliebtes Bilderrätsel auch auf der Stadtseite. Wer erkennt den Standort der historischen Aufnahme? Die Auflösung finden Interessierte weiter unten. Darunter ergänzen zudem weitere Bilder die Auflösung des Bilderrätsels in der Fotoserie. Viel Spaß beim Miträtseln!

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auflösung:

Die heutige Rätselauflösung lautet Rathausstraße 54 ehemals Schützenstraße. Auf dem Rätselbild ist die Witwe Martha Gentz vor ihrer Gastwirtschaft um 1912 zu sehen. Auch dieses Haus birgt eine interessante Geschichte.

1882 wurde durch den Besitzer des damaligen Grundstücks Schützenstraße 24, Herrn Johann Göwe, der Bau eines Wohnhauses, Stalls, Waschhauses und einer Retirade (heute Toilette) beantragt. J. Göwe war Bauunternehmer und so wurden durch ihn die Maurerarbeiten selbst ausgeführt. Die Zimmererarbeiten führte Zimmerermeister Peter durch. Ab 1884 sind als Bewohner des errichteten Wohnhauses die Restaurateurs-Witwe Karoline Link und der Schuhmachermeister Gustav Lüttgart im Wittenberger Einwohnerbuch genannt. 1887 war kurzzeitig der Gelbgießermeister Wilhelm Metscher Grundstücksbesitzer. 1890 gehörte das Grundstück dem Bierverleger und Restaurateur Gustav Gentz, der dann dort seine Gaststätte führte. Da sich die Stadt Wittenberge Ende des 19. Jahrhundert vergrößerte, wurden auch in der damaligen Schützenstraße weitere Häuser gebaut und so wurde 1896 aus dem Grundstück Schützenstraße 24 die Nr. 31. Im Jahre 1902 beantragte der Speisewirt Gustav Gentz den Durchbau und Aufbau eines Stockwerks auf den Seitenflügel (rechte Hofseite). Die Bauarbeiten wurden vom Maurermeister Wilhelm Rößler getätigt. Nach dem Tod ihres Ehemanns führte die Restaurateurs-Witwe Martha Gentz das Speisehaus weiter. 1904 ließ die Witwe Gentz in ihrer Wirtschaft durch Anbau und Wanddurchbrüchen größere Speisezimmer bauen. Bauherr und Ausführender war wieder Maurermeister Rößler. 1906 ließ die Witwe Gentz die Grundstücks-Entwässerungsanlage (Spülbecken in der Speisehaus-Küche, Waschküche im Seitenanbau sowie die Aborte im hinteren Stallgebäude) an die städtische Kanalisation anschließen. Übrigens wurde das Grundstück 1914/15 wieder umnummeriert zur Schützenstraße 18. Mit Eröffnung des heutigen Rathauses wurden die Zietenstraße und Teile der Schützenstraße (bis zur Mündung Bahnstraße) in Rathausstraße umbenannt. Marta Gentz verstarb 1913 – die „Gentz-Erben“ verwalteten das Grundstück bis der Gastwirt Karl Cornehl die Schankwirtschaft übernahm. 1922 wurden in der Schankwirtschaft Flur- sowie Zimmerwände und 1924 die beiden links befindlichen Zimmer zu einem großen Gastraum umgebaut. Beide Umbauten wurden von Regierungs-Baumeister Plitt & Borchert durchgeführt. 1924 wurde auch ein neues 1 m x 0,5 m großes Transparent RESTAURANT – SPEISEHAUS angebracht. Ende der 1920er - 1930er Jahre stand dann auf dem Transparent über der Eingangstür „Restauration Luise Cornehl“ sowie seitlich „Engelhardt-Biere“. 1929 war der Gastwirt Karl Cornehl wieder Bauherr für einen größeren Umbau der Toilettenanlagen und einem Quergebäude-Neubau auf dem hinteren Grundstück. Im August 1930 bekamen die Cornehls von der Polizeiverwaltung die Genehmigung zur Anbringung von Wahlplakaten. Anfang der 1930er Jahre wurde die Gaststätte als Treff der KPD und als KPD-Wahllokal genutzt. Nachdem die KPD 1933 in Deutschland verboten wurde, lief es mit der Gastwirtschaft der Eheleute Cornehl nicht mehr so gut. In dieser Zeit kam es auch zu mehreren amtlichen Beschwerden der Wohnungsmieter, wie z. B. 1933 durch die Witwe Marie Henke und 1936 durch den Mieter Schott wegen angeblich unzureichenden Wohnverhältnissen. 1939 kam die Auflage von der Stadtverwaltung, die am Haus angebrachten Schilder zu ändern, da diese „das Stadtbild stark verunstalten“. Die Stadt beauftragte für die Änderung und Anbringung die Fa. Hermann Schaub. Auf dem von Luise Cornehl beantragten und von der Stadtpolizei genehmigten Transparent stand jetzt „Cornehls Gaststätte“ sowie „Diamant-Bier“. Nach 1945 wurde das Grundstück in Rathaustraße 54 geändert, weil der letzte Schützenstraßen-Abschnitt Bahnstraße bis Packhofstraße ebenfalls zu Rathausstraße umbenannt wurde. In DDR-Zeiten wurde das Gebäude hauptsächlich als Miethaus genutzt. Durch den VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Wittenberge wurden am Wohnhaus kaum noch Modernisierungsarbeiten durchgeführt. 1966 wurden von der KWV lediglich mal die Schornsteine erneuert. Nach der Wende wurde das Gebäude 1994 von der Fam. Salewski umgebaut und modernisiert. In dem Haus wurden durch H. und E. Salewski nicht nur moderner Wohnraum geschaffen sondern auch zwei neue Ladengeschäfte mit Schaufenstern errichtet. 1995 eröffneten im linken Gebäudeteil die Kosmetikerin Heike Schönfuß und die Friseurin Sibille Walenciak ihr Geschäft „Haut & Haar“. Im rechten Ladengeschäft befanden sich die „Kids Boutique“ und danach das Schuhmoden-Geschäft von D. Köpke. Zurzeit stehen die linken Geschäftsräume leer und in den rechten Räumen befindet sich ein Bürobedarfsgeschäft. 

 

Fotoserien

Bilderrätsel am Sonntag - 3. Dezember 2023 I Fotos: Stadtarchiv Wittenberge (FR, 01. Dezember 2023)

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