LEADER-Förderung im Rahmen der Landesgartenschau 2027
Stadtpark und Friedhofvorplatz Wittenberge
Im Stadtpark und auf dem Friedhofsvorplatz haben im Sommer 2025 die zentralen Arbeiten zur Neu- und Umgestaltung des Geländes begonnen.
Der Stadtpark wird in seiner Grundstruktur wieder sichtbar und begehbar gemacht, indem das bestehende Wegenetz baulich instandgesetzt wird.
Dem Charakter des waldartigen Stadtparks und der Dünenlandschaft entsprechend, werden entlang der Wege an besonderen Orten Aufenthaltsplätze und kleine Spiel- und Sportbereiche integriert. Ebenso ist eine Weiterentwicklung des Parks unter Erhaltung seiner besonderen Lebensräume, Pflanzengesellschaften und Qualitäten vorgesehen, die insbesondere auch den späteren Unterhaltungskosten Rechnung trägt. Dabei spielt die Anpassung der Vegetation an die Anforderungen des Klimawandels eine wichtige Rolle. Der Eingriff in den Vegetationsbestand wurde auf ein Minimum reduziert. Allerdings wurden insbesondere invasive Arten entfernt und durch standortgerechte, klimaangepasste Pflanzengesellschaften ersetzt, um das natürliche Artenspektrum am Standort wiederherzustellen bzw. ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Stadtpark sowie der Friedhofsvorplatz sollen den Wittenbergern und ihren Besuchern nach seiner Umgestaltung als naturnah gestaltete, multifunktionale Parkanlagen mit vielfältigen freiraumbezogenen Angeboten für alle Altersgruppen zur Verfügung stehen.
Im Stadtpark entstehen mehrere Spielplätze in unterschiedlicher Größe und Ausstattung, die sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 16 Jahren richten. Alle Anlagen greifen den bewegten Charakter des Geländes sowie die waldartige Atmosphäre des Parks auf und fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.
Inmitten der grünen Kulisse des Stadtparks wird eine naturnahe Lern- und Erlebnisfläche dazu einladen, Umwelt, Nachhaltigkeit und die Vielfalt der Pflanzenwelt spielerisch zu entdecken. Interaktive Elemente und liebevoll gestaltete Bereiche machen Wissen hier erlebbar – für Schulklassen ebenso wie für neugierige Besucher jeden Alters.
Der Friedhofsvorplatz soll unter Erhaltung des flächenhaften Baumbestandes im Ostteil und der straßenbegleitenden Baumreihen mit punktuellen Engriffen zu einer Grünfläche umgestaltet werden, die neben der gestalterischen auch eine wesentlich höhere landschaftsökologische Qualität erhält. Er stellt zugleich eine wichtige Wegeverbindung zum benachbarten Wohnquartier Külzberg her, die über das dort entstehende Modellquartier bis zum Park am Schwanenteich führt
Das Vorhaben wird mit ELER-Mitteln finanziert.
Die Stadt Wittenberge erhält einen Zuschuss in Höhe von 3.487.427 € gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER.
Park am Schwanenteich
Der Park am Schwanenteich ist eine historische Parkanlage. Im September 2025 haben die Baumaßnahmen zur Umgestaltung und Aufwertung dieses Geländes begonnen.
Die Erneuerung der Parkanlage gliedert sich in drei Teilbereiche:
1. Der Nordbereich - hier sollen familiengerechte Spiel- und Bewegungsangebote, die sich in den Naturraum einfügen, entstehen
2. Der Mittelbereich - hier steht das Gewässererlebnis und die Umweltbildung rund um das Thema Wasser, Flora und Fauna im Bereich eines lokalen Teiches im Vordergrund. Verschiedene Stege laden zum Erholen am Wasser und zur Entdeckung der Natur ein.
3. Der Südbereich - die Eventzone – hier werden die Voraussetzungen für das Aufstellen einer mobilen Bühne und die temporäre Durchführung von weiteren kulturellen Events geschaffen (z.B. Festspielwoche im Rahmen der Elblandfestspiele, regionale Künstlermärkte etc.).
Der „Park am Schwanenteich" ist für den Zeitraum von ca. 6 Monaten im Jahr 2027 Bestandteil des Kerngebietes der Landesgartenschau Wittenberge.
Das Vorhaben wird mit ELER-Mitteln finanziert.
Die Stadt Wittenberge erhält einen Zuschuss in Höhe von 2.110.911 € gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER.
Wasserturm und Trinkhalle
Der denkmalgeschützte Wasserturm und die Trinkhalle sind die prägenden Bauwerke im Stadtpark von Wittenberge. Im Sommer 2025 wurde mit der Sanierung beider Objekte begonnen.
Die Trinkhalle und der Wasserturm sollen zukünftig als Gebäudeensemble mit verschiedenen öffentlichen Nutzungen betrieben werden.
Der Wasserturm wird denkmalgerecht saniert und der umlaufende Balkon als Aussichtsplattform hergerichtet. Im Inneren des Turms entstehen Ausstellungsflächen. Ein barrierefreier Zugang zum Turm und zur Aussichtsplattform wird geschaffen.
Die ehemalige Trinkhalle wird zu einem Gemeinschaftszentrum mit gastronomischer Nutzung ausgebaut.
Auch die Außenanlagen im direkten Umfeld der Trinkhalle und des Wasserturms werden grundlegend überarbeitet. Geplant sind unter anderem befestigte Flächen zwischen den Gebäuden, eine Außenterrasse für die Trinkhalle sowie ein barrierefreier Zugang zum Wasserturm.
Ein „Grünes Klassenzimmer“ und Vegetationsflächen werden entstehen.
Der Wasserturm und die Trinkhalle werden im Jahr 2027 zum Kernbereich der Landesgartenschau gehören.
Die Vorhaben werden mit ELER-Mitteln finanziert.
Die Stadt Wittenberge erhält einen Zuschuss in Höhe von 1.925.077 € für den Um- und Ausbau der Trinkhalle sowie einen Zuschuss in Höhe von 2.191.874 € für die Sanierung des Wasserturms. Die Zuwendungen wurden gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER erteilt.







