Weitere 15 Stolpersteine zum Gedenken an ermordete jüdische Mitbürger werden verlegt
Der Aufruf der Stadtverwaltung, Geld für weitere 15 "Stolpersteine" zu spenden, hatte Erfolg. Durch große und kleine Geldbeträge haben Privatpersonen und Firmen deren Finanzierung ermöglicht.
Am Dienstag, 9. August um 13 Uhr wird die Verlege-Aktion im Sauerstückenweg 2, dem ehemaligen Wohnort der Familie Kaiser, beginnen. Weitere Verlegepunkte sind vor der Schillerstraße 7, der Rudolf-Breitscheid-Straße 20, der Perleberger Straße 4 und der Steinstraße 20.
Zuvor wird um 11:30 Uhr im Rathaus eine Ausstellung eröffnet, die Einblick in die Schicksale von jüdischen Wittenberger Familien gibt.
Zu beiden Veranstaltungen sind Interessierte herzlich eingeladen.
Mit dieser Aktion, die wiederum durch den Aktionskünstler Gunter Demnig ausgeführt wird, soll an das in der Nazizeit erlittene persönliche Leid von Wittenbergern jüdischen Glaubens erinnert werden. Als Zeichen gegen das Vergessen und Verdrängen des Naziunrechts werden "Stolpersteine" mit den persönlichen Daten im öffentlichen Raum mit Bezug auf den Lebens- und Arbeitsbereich der Betroffenen in den Gehweg eingelassen werden.
Am 11. Juni 2009 wurden die ersten mit Spenden finanzierten zehn "Stolpersteine" verlegt.