Brücken bauen, Zukunft säen: Tourismusforum bringt Prignitz und Altmark zusammen
Gemeinsam Ideen entwickeln, neue Kontakte knüpfen und die touristische Zukunft gestalten: Rund 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft, Politik und Kommunen kamen am 12. Oktober 2026 zum Tourismusforum Prignitz & Altmark im Elbe Resort Alte Ölmühle in Wittenberge zusammen. Unter dem Motto „Brücken bauen, Zukunft säen – Tourismusregionen blühen auf“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie beide Reiseregionen die Chancen der Landesgartenschau 2027 gemeinsam nutzen und ihre Zusammenarbeit langfristig stärken können.
„Für Wittenberge und die gesamte Region bietet die Landesgartenschau 2027 eine einmalige Chance“, betont Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge. „Wir wollen nicht nur als Gastgebestadt glänzen, sondern die Besucherinnen und Besucher dazu einladen, auch die Vielfalt der Prignitz und der Altmark zu entdecken. Das Tourismusforum hat gezeigt, wie eng unsere Nachbarregionen bereits zusammenarbeiten und welches Potenzial in dieser länderübergreifenden Partnerschaft steckt“, so Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister der Stadt Wittenberge.
Wie sich diese Potenziale gemeinsam nutzen lassen, diskutierten Vertreter aus Politik, Kommunen und Tourismus in zwei Gesprächsrunden. „Attraktive touristische Angebote enden nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen. Für unsere Gäste zählt das Gesamterlebnis. Indem wir die Stärken der Prignitz und der Altmark verbinden, schaffen wir echte Mehrwerte und zusätzliche Anreize für längere Aufenthalte in unserer gemeinsamen Region“, so Christian Fenske, Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz mbH.
Dabei stand insbesondere die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Fokus. Denn attraktive touristische Angebote enden nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen. Entscheidend ist vielmehr, die Stärken beider Regionen miteinander zu verbinden und Gästen zusätzliche Anreize für Ausflüge, längere Aufenthalte und einen erneuten Besuch zu bieten.
Dass das Tourismusforum mehr als eine Plattform für den fachlichen Austausch war, zeigte sich insbesondere in den vier Themenwelten. Hier arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam an Ideen zur touristischen Angebotsentwicklung, zur regionalen Zusammenarbeit sowie zu Fragen der Vermarktung und Qualität.
Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung neuer Angebote rund um die Landesgartenschau. Diskutiert wurden beispielsweise regionale Signaturgerichte wie ein
„Gartenteller“ oder „Elbeteller“, die in gastronomischen Betrieben angeboten werden könnten. Auch neue Rad- und Wandertouren sowie kombinierbare Erlebnisbausteine für einen „perfekten Tag“ in der Region gehörten zu den Vorschlägen. Letztere sollen insbesondere Touristikerinnen und Touristikern dabei helfen, ihren Gästen passende Ausflugsempfehlungen zusammenzustellen.
Darüber hinaus wurde deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen den touristischen Akteuren ist. Ein Ergebnis sind weitere Treffen, bei denen bestehende Kontakte vertieft und neue Kooperationen angestoßen werden sollen. Bereits am 16. und 23. November 2026, jeweils um 10 Uhr, sind Touristikerinnen und
Touristiker zu exklusiven Führungen über das zukünftige Landesgartenschaugelände eingeladen. Dabei erhalten sie Einblicke in die Vorbereitungen und können sich frühzeitig mit dem Gelände und den geplanten Angeboten vertraut machen. Gleichzeitig bieten die Termine Gelegenheit, den Austausch aus dem Tourismusforum fortzusetzen.
Ein weiteres Treffen ist für das Frühjahr 2027 vor der Eröffnung der Landesgartenschau vorgesehen. Dann sollen die Mitarbeitenden der Touristinformationen aus dem Vierländereck Altmark, Wendland, Prignitz und südliches Mecklenburg auf dem LAGAGelände zusammenkommen. Ziel ist es, sich über touristische Angebote auszutauschen, die gegenseitige Gästeberatung zu stärken und die Zusammenarbeit über die Regionsund Landesgrenzen hinweg weiter auszubauen.
Die Prignitz und die Altmark arbeiten bereits in verschiedenen touristischen Projekten zusammen. Gemeinsame Messeauftritte, der Tourenguide Altmark & Prignitz und die Zusammenarbeit bei Netzwerkveranstaltungen bilden dafür eine gute Grundlage. Das Tourismusforum hat weitere Anknüpfungspunkte geschaffen und gezeigt, wie viel Potenzial in der Vernetzung der Akteure liegt. Auch die begleitende Erlebnismeile bot mit regionalen Mitmachaktionen, Informationen und persönlichen Begegnungen Gelegenheit, die Vielfalt beider Reiseregionen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Landesgartenschau 2027 ist dabei ein wichtiger Impulsgeber, aber nicht das alleinige Ziel. Vielmehr sollen aus den Ideen und Kontakten langfristige Kooperationen, attraktive Angebote und gemeinsame Perspektiven für die touristische Entwicklung entstehen.
„Das Tourismusforum hat gezeigt, wie viel Energie und Potenzial in der Vernetzung unserer Akteure steckt. Die LAGA 2027 ist für uns der Startschuss, um den Boden für langfristige Kooperationen zu bereiten und gemeinsam über Regions- und Landesgrenzen hinweg zu wachsen“, so Fenske.