Bilderrätsel - Oktober 2026

Rätselbild Oktober 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Rätselbild Oktober 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge

Zeit für ein neues Bilderrästel am Sonntag. Wer erkennt den Standort der historischen Aufnahme? Die Auflösung folgt weiter unten mit zusätzlichen Bildern in der Galerie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Auflösung des Bilderrätsels

 

Heute ist auf dem Rätselbild das Wohn- und Geschäftshaus Bahnstraße 6 (damals Nr. 40) zu sehen. Auf dem Bild ist links das Schuhgeschäft von August Paul, in der Mitte die Zigarrenhandlung von Otto Möllmann und links sein Friseursalon.

Der Posthalter Wilhelm Röhl hatte 1886-87 auf seinen Grundstücken die Häuser Bismarckstraße 1-8 bauen lassen. Auf einem weiteren Grundstück an der Bismarckstraße Ecke Bahnstraße ließ er nach 1890 die Häuser Bismarckstraße 26 und Bahnstraße 40 errichten.

1896 starb Wilhelm Röhl und sein Sohn der Landwirt August Röhl wurde Besitzer des Wohn- und Geschäftshaus Bahnstraße 40. August Röhl, der nach 1900 von seinem väterlichen Haus Perleberger Straße 145 in die Perleberger Straße 9 zog, blieb für die nächsten 50 Jahre Hausbesitzer. Dafür wechselten aber die Inhaber der Laden-Geschäfte sehr oft. 1896 hatte hier die verwitwete Kaufmann Elisabeth Meinhart und ihr Sohn Wilhelm eine Manufaktur-, Mode- und Schnittwarenhandlung. Ab 1898 war hier noch August Rösch mit seiner Vorkost- und Gemüsehandlung. Um 1903 eröffnete der Schuhmachermeister August Paul ein Schuhwarengeschäft im Eckladen. Übrigens war dann auch seine Ehefrau Helene Paul von hier aus als Hebamme tätig. Im mittleren Laden zog um 1905 Arnold Wilke mit seiner Delikatesswaren-Handlung und rechts der Barbier und Friseur Otto Möllmann ein. Ab 1909 betrieb der Barbierherr und Friseur Karl Möllmann den Salon weiter und Otto Möllmann daneben seine Zigarrenhandlung. Nach dem 1. Weltkrieg eröffnete im Eckgeschäft Hermann Nanny seine Fahrradhandlung und im Friseur-Salon zog der Friseurmeister Alfred Schmidt ein.

Um 1927 wurde Erwin Möllmann Inhaber der Tabakwarenhandlung und nach 1933 übernahm Erich Krüger das Geschäft, welches nach dem 2. Weltkrieg durch seine Ehefrau Elfriede Krüger weitergeführt wurde. Nach 1933 bekam das Haus die Nummer 6 und hieß bis 1945 Adolf-Hitler-Straße. 1934 zog no9ch Hermann Nanny Otto Fölsch in den Eckladen ein. Seine Obst- und Gemüsehandlung betrieb er bis in die 1960er Jahre. Danach wurde das Obst- u. Gemüsegeschäft von der HO übernommen und vergrößert. Nach der HO eröffnete 1991 Friedhelm Behrendt (Blumen-Behrendt) hier sein Obst-Gemüse-Blumen-Geschäft. Ab den 1950er Jahren war Erika Scheel, die Tochter von August Röhl, Hauseigentümerin der Bahnstraße 6 und ab den 1970er Jahren der VEB Gebäudewirtschaft zuständig. Das Friseurgeschäft von Alfred Schmidt wurde um 1970 zum Salon „Elbwelle“ der PGH Friseure. Nach der Wende wurde aus der PGH Friseure die Coiffeur GmbH und nach der Gebäudesanierung 1995 aus „Elbwelle“ der Salon „City Chic“, welcher jetzt seit vielen Jahren leer steht. 1995 ließ der neue Besitzer Herr Wedemann aus Hamburg das Wohn- und Geschäftshaus sanieren sowie modernisieren. Dabei wurde das ehemalige Obst- u. Gemüsegeschäft von der Gastro-Tech GmbH Schwerin zur Gaststätte umgebaut.

1996 eröffnete dann Werner Schröder aus Weisen hier seine Gaststätte „Schnitzelhaus“. Später war hier noch für einige Jahre eine Pizzeria. Im November 2021 eröffnete dann Annette Schulz hier ihr Fachgeschäft „Augenblicke – Hören u. Sehen“. Im Januar 1991 übernahm Gisbert Käsehage aus Berlin die Kosmetikräume des Salon Elbwelle (links des Hauseingangs)und eröffnete sein Kosmetiksalon „Visagist Gisbert“. Ab 1992 führte hier Brigitte Mießner ihr Kosmetiksalon weiter. Danach hatte Petra Siebert für lange Zeit den Kosmetiksalon bis dieses Jahr 2026, in dem sie aufhörte und jetzt ihren Ruhestand genießt.

Fotoserien

Bilderrätsel - Oktober 2026 (DO, 15. Oktober 2026)