Achtung Hochspannung: Oberleitung der Industrie- und Hafenbahn wird am 22. Mai eingeschaltet
Im Zuge des Ausbaus der Industrie- und Hafenbahn im Industriegebiet Süd wird am 22. Mai die Oberleitung eingeschaltet. Die Stadt Wittenberge, die Deutsche Bahn und die Bundespolizei warnen eindringlich davor, sich den Oberleitungen zu nähern. Das Klettern auf Waggons oder Oberleitungsmasten sowie das Betreten von Bahnanlagen sind verboten. Durch die Oberleitungen fließen 15.000 Volt. Unfälle können zu schwersten Verletzungen bis hin zum Tod führen.
Mit dem Ausbau der Industrie- und Hafenbahn im Industriegebiet Süd entstand 2024-2026 für rund 9 Millionen Euro parallel zur Bahnstrecke Berlin–Hamburg eine zusätzliche Gleisanlage (835m) sowie eine direkte Einbindung in das Hochleistungsnetz der DB AG inkl. Elektrifizierung. Diese infrastrukturelle Erweiterung und Optimierung der kommunalen Anlage verbessern die logistischen Standortbedingungen für die vorhandenen und zukünftigen Unternehmen im Industriegebiet Süd deutlich. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der ElbePort als Drehscheibe für den überregionalen Containerumschlag zu nennen.
Durch den Ausbau müssen Güterzüge den Lokwechsel (elektrisch/Diesel) künftig nicht mehr im Bereich des Bahnhofs Wittenberge vornehmen. Stattdessen können sie direkt in das Netz der Industrie- und Hafenbahn einfahren. Damit vereinfacht sich der Bahnbetrieb für die Industrie- und Hafenbahn Wittenberge erheblich.
Die Investition in die zusätzliche Gleisanlage wurde durch eine Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ermöglicht. 95 Prozent der Gesamtkosten werden über ein Förderprogramm für wirtschaftsnahe kommunale Infrastruktur übernommen. Die Arbeiten an den Gleisanlagen wurden bereits 2024 begonnen und 2025-2026 während der Generalsanierung der Strecke zwischen Berlin und Hamburg fortgeführt und abgeschlossen.