Am anderen Elbufer: Die Altmark - Vortrag im Stadtmuseum
Das Stadtmuseum „Alte Burg“ in Wittenberge lädt am Dienstag, 24. März 2026, um 18 Uhr zum Vortrag „Am anderen Elbufer: Die Altmark – Ein Parforceritt durch ihre Geschichte von 1157 bis 1990“ ein. Im Zentrum steht die Altmark als Kern- und Wiegelandschaft Brandenburgs und ihre enge Verflechtung mit der Prignitz. Ausgehend vom 3. Oktober 1157, als Albrecht der Bär sich erstmals als „Markgraf in Brandenburg“ bezeichnete und damit den Beginn der brandenburgischen Staatlichkeit
markierte, schlägt der Vortrag einen weiten historischen Bogen bis zur Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990. Anhand ausgewählter Beispiele wird deutlich, wie sehr Altmark und Prignitz über Jahrhunderte verbunden waren: durch gemeinsame Stadtrechtsfamilien, Adelsgeschlechter wie die Gans Edle Herren zu Putlitz, ein gemeinsames Kirchen-Gesangbuch sowie eng verflochtene Verwaltungsstrukturen und die gemeinsame Bewältigung landesherrlicher Schulden.
Besonderes Augenmerk gilt den städtischen Beziehungen über die Elbe hinweg: So stammen etwa die Stadtrechte von Perleberg und Lenzen aus Salzwedel, während Stendal sein Recht an Kyritz, Wusterhausen/Dosse und Wittstock übertrug. Auch das 770-jährige Stadtrechtsjubiläum Pritzwalks im Jahr 2026 führt auf eine Übertragung aus der Altmark zurück: 1256 erhielt Pritzwalk sein Stadtrecht von Seehausen. Der Vortrag zeigt, dass die Elbe historisch weniger Grenze als vielmehr
verbindender Raum zwischen Altmark und Prignitz war.
„Das Museumsteam wird auch ein paar kulinarische Spezialitäten aus der Altmark anbieten“, erläutert Museumsleiter Marcel Steller, denn „Liebe zur Geschichte geht durch den Magen!“ Referent ist der Kulturamtsleiter der Stadt Perleberg, Frank Riedel. Riedel ist ausgewiesener Kenner der Altmark. Seine Erfahrungen aus über zwanzigjähriger leitender Tätigkeit in und für Museen Sachsen-Anhalts und Brandenburgs lässt der tägliche „Grenzgänger“ zwischen der Altmark und der Prignitz passend in seinem Vortrag einfließen.
Der Eintritt beträgt 5,00 Euro.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.