Bilderrätsel (Januar 2026)

Rätselbild Januar 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Rätselbild Januar 2026 I Foto: Stadtarchiv Wittenberge

Zeit für ein neues Bilderrätsel im neuen Jahr 2026. Wer erkennt den Standort der historischen Aufnahme? Die Auflösung folgt zusammen mit weiteren Bildern weiter unten und in der Galerie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Auflösung des Bilderrätsels:

 

Das abgebildete Haus des heutigen Rätsels ist die Bäckerstraße 7/Ecke Bürgerstraße mit der Bäckerei und Konditorei Wilhelm Huck. Vor dem Geschäft stehen Familie Huck mit Angestellten und vorn Sohn Hermann Huck, der die Bäckerei in den 1930er Jahren übernahm. 

1881-82 ließ der Tischlermeister Wilhelm Boost auf seinem an der Ecke Societäts- und Bäckerstraße gelegenen Grundstück ein massives Wohnhaus und ein Stallgebäude erbauen. Die Maurerarbeiten übernahmen der Civil.-Ing. Gustav Appel (Poststr. 1) und die Zimmerarbeiten Wilhelm Boost selbst. Nach Fertigstellung hatte das Eckhaus die Haus-Nr. 13b. Im Jahre 1893 fand eine Umnummerierung statt, das Hausgrundstück wurde zur Bäckerstraße 7. Im selben Jahr wurde die Societätsstraße zur Bürgerstraße umbenannt. Ende 1893 wurden im Gebäude die Tischlerwerkstatt durch Wilhelm Boost und Maurermeister Wilhelm Krüger (Moltkestr. 9) und 1894 die Räume des Consum-Verein Lager III durch den Maurer- und Zimmermeister August Stahlberg (Auguststraße 32) weiter ausgebaut. 1899 wurde W. Boost Rentier. 1904 ließ er an der Wohnhausfront Bäckerstraße vom Bauunternehmer Carl Hamann (Röhlstr. 23) einen Laden mit Schaufenster und Eingangstür einrichten und 1905 ein weiteres Schaufenster am Eckladen einbauen. 1906 wurde vom Klempnermeister Adolf Röhl (Bahnstr. 60)die Entwässerungsanlage installiert. Von Wilhelm Krüger wurde 1908 noch ein weiteres Schaufenster am Eckladen eingebaut. 1910 übernahm der Bäckermeister Wilhelm Huck das Haus Bäckerstraße 7. Im Jahre 1911 ließ er vom Maurermeister Johannes Kort (Kaiserplatz 4) die Grundstücks-Entwässerungsanlage an die städtische Schmutzwasser-Kanalisation anschließen und das Haus für eine Bäckerei um- sowie anbauen. Der Rentier W. Boost wohnte weiterhin in der 1. Etage. 1912 wurden von Johannes Kort noch Kellerräume im Wohnhaus eingebaut. Wilhelm Huck hatte in seinem Haus auch immer seine Bäckergesellen zu wohnen. So wohnten hier ab 1912 der Bäcker Franz Waltenberg und nach dem 1. Weltkrieg Fritz Köhne. Als weiterer Bäckergeselle war hier Wilhelm Huck‘s Sohn Hermann. Nach 1930 war Hermann Huck ebenfalls Bäckermeister. Ab 1936 übernahm er die Bäckerei. Hermann Huck führte seine Bäckerei bis Anfang der 1950er Jahre. 1953 übergab er seine Bäckerei an den Bäckermeister Wilhelm Bretschneider. Im Wohnhaus Bäckerstraße 7 hatte ab den 1950er Jahren auch Paul Diete seine Büromaschinen-Reparatur-Werkstatt (Laden an der Bäckerstraße). Im April 1966 zog der Bäckermeister Wilhelm Bretschneider nebst Ehefrau Käthe nach Torgau. Die Bäckerei wurde im Mai 1966 vom Bäckermeister Dieter Reichhardt übernommen und bis nach der Wende Anfang der 1990er Jahre geführt. 1995-1996 wurde das Wohn- und Geschäftshaus vollständig saniert und modernisiert. Die Eheleute Ch. und Kl.-J. Brüggert ließen die ehemaligen Bäckereiräume zu einem Handels- und Servicegeschäft für Büroausstattung umbauen. Die Hausfassaden wurden aufbereitet  und es wurden die Firmenlogos „BAB“ angebracht. In den bestehenden Wohnungen wurden moderne Bäder eingebaut. In den kleinen Laden an der Bäckerstraßenfront zog 1996 der Allianz-Versicherungs-Hauptvertreter R. Schlappa ein. Seit einigen Jahren befinden sich im Haus auch eine Ferienwohnung („Lilly“) und im Versicherungsbüro der Versicherungsmakler D. Giese. Zum Schluss soll noch erwähnt werden, dass die Büro Ausstattung Brüggert (BAB GmbH) hier in der Bäckerstraße 7 in diesem Jahr ihr 30jähriges „Standort-Jubiläum“ hat.

 

 

 

 

 

Fotoserien

Bilderrätsel Januar 2026 I Fotos: Stadtarchiv Wittenberge (MO, 05. Januar 2026)