Interkulturelle Tage: Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums putzen Stolpersteine

Elisa Schmarzinski, Evje Beyer-Blüthmann und Johanna Reschke (v.I)  reinigen Stolpersteine in der Rudolf-Breitscheid-Straße 20. Hier befinden sich die Stolpersteine von Margarete, Gerd Artur und Rudolf Kaiser, die 1941 deportiert und in Minsk ermordet wurden.  I Foto: Martin Ferch (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Elisa Schmarzinski, Evje Beyer-Blüthmann und Johanna Reschke (v.I) reinigen Stolpersteine in der Rudolf-Breitscheid-Straße 20. Hier befinden sich die Stolpersteine von Margarete, Gerd Artur und Rudolf Kaiser, die 1941 deportiert und in Minsk ermordet wurden. I Foto: Martin Ferch

Im Rahmen zweier interkultureller Tage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe des Marie-Curie-Gymnasiums am 21. und 22. Juli mit den Themen Antisemitismus und Ausgrenzung im Allgemeinen.

Dabei ging es laut den Lehrkräften Mario Geidel, Sabine Jäger und Katrin Hinrichs auch darum, über eigene Erfahrungen im Umgang mit Ausgrenzung und Mobbing zu sprechen. Zudem setzten sich die rund 50 Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppen mit der Propaganda und Ideologie im Nationalsozialismus, dem Leben von Anne Frank sowie den Phasen der Judenverfolgung in der Weltgeschichte auseinander. Auch die Zeit des Nationalsozialismus in Wittenberge wurde thematisiert.

 

Am 9. November 1938, während der Reichspogromnacht, wurden auch in Wittenberge jüdische Geschäfte zerstört und jüdische Bürgerinnen und Bürger gedemütigt. Viele von ihnen wurden später in Vernichtungslagern der Nationalsozialisten ermordet.

An das Schicksal dieser jüdischen Bürgerinnen, Bürger und Familien erinnern in der Elbestadt insgesamt 24 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig.

Als Abschluss der interkulturellen Tage reinigten die Schülerinnen und Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums am 22. Juli die Stolpersteine im Stadtgebiet. Auch die Stadtverwaltung erinnert jährlich am 9. November mit Gedenkveranstaltungen an das Schicksal jüdischer Familien in Wittenberge.