Landesgartenschau 2027 – Ausblick auf das Großereignis

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, LAGA-Geschäftsführer Ernst Volkhardt und Bauamtsleiter Martin Hahn informierten über die Landesgartenschau 2027 (v.l.n.r) I Foto: Martin Ferch (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, LAGA-Geschäftsführer Ernst Volkhardt und Bauamtsleiter Martin Hahn informierten über die Landesgartenschau 2027 (v.l.n.r) I Foto: Martin Ferch

Noch 868 Tage bis zur Eröffnung der Landesgartenschau 2027 in Wittenberge – mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann die Gäste der Bürgerinformationsveranstaltung am 4. Dezember im Großen Saal des Kultur- und Festspielhauses. Schon jetzt wird deutlich: Die 186 Tage dauernde Gartenschau versprechen ein einzigartiges Erlebnis.

So gab Ernst Volkhardt, Geschäftsführer der LAGA 2027 Wittenberge gGmbH erstmals einen Ausblick auf die Ideen und Vorstellungen, die 2027 im Kerngebiet der Landesgartenschau und auch im weiteren Stadtgebiet umgesetzt werden könnten. Geplant sei, lokale Vereine, Unternehmen und Anbieter einzubinden – etwa den Historischen Lokschuppen, das Blaulichtmuseum Beuster oder das Hotel & Brauhaus „Alte Ölmühle“. Besucher können sich auf originelle Angebote freuen: Übernachtungen in Tiny-Houses, eine Sauna auf dem LAGA-Gelände, ein Riesenrad an den Speichern oder sogar Alpakaführungen im Kerngebiet. Begleitend dazu sind Konzerte, Führungen, ein „Grünes Klassenzimmer“ und vieles mehr geplant. Insgesamt sollen bis zu 1.000 Veranstaltungen die Blumenschauen ergänzen, wie Volkhardt ankündigte.

Um das Großevent 2027 zu etwas ganz besonderem werden zu lassen sind aber nicht nur die Ideen und das Engagement der LAGA-Gesellschaft und der Stadtverwaltung gefordert, sondern auch alle Wittenbergerinnen und Wittenberger aufgerufen mitzumachen und mitzugestalten. So zum Beispiel mit eigenen Ideen zur Gestaltung der eigenen Gärten und Vorgärten im Stadtgebiet. „In der Stadt ist auf der LAGA“ sei das Motto, und hierfür brauchen wir Eure Unterstützung, sagte Ernst Volkhardt mit Blick auf die Gäste der Infoveranstaltung und alle Bewohnerinnen und Bewohner der Elbestadt. 

 

Was ist wo geplant?

Einen Überblick über die Planungen für die Gestaltung des Kerngebietes der Landesgartenschau gab am Abend Bauamtsleiter Martin Hahn. Das Kerngebiet, also der eintrittspflichtige Bereich der Landesgartenschau 2027, umfasst den Clara-Zetkin-Park, den Stadtpark, das Innovationsquartier am Külzberg und das Gelände am Schwanenteich. Ein weiterer Bereich ist die Kleingartenanlage Herrenwiesengrund, die während der LAGA 2027 aber eintrittsfrei besucht werden kann. 

 

Clara-Zetkin-Park

Im Clara-Zetkin-Park, der bereits bis 2021 umfassend neugestaltet wurde, entsteht im nördlichen Bereich ein neuer Weg, der an den Themengärten der Landesgartenschau vorbeiführen wird. Im Zentrum des Parks werden zusätzliche Spielangebote, darunter ein Matschspielplatz, geschaffen. Der südliche Bereich wird um Sport- und Fitnessangebote erweitert. Die Bauarbeiten beginnen im dritten Quartal 2025, wobei der Park während der Bauphase teilweise begehbar bleiben soll.

 

Stadtpark

Der naturbelassene Stadtpark erhält einen barrierefreien, beleuchteten Rundweg, der zu fünf neuen Spiel- und Aufenthaltsbereichen führt. Für die Gestaltung der Spielbereiche fanden zuletzt Beteiligungen mit Kindern- und Jugendlichen statt, die ihre Wünsche und Vorstellungen äußern konnten. Sprichwörtlicher Höhepunkt des LAGA-Besuchs soll 2027 der Wasserturm im Stadtpark werden. Dieser erhält einen Aufzug welcher Gäste während und auch nach der Landesgartenschau auf die Aussichtplattform bringt von wo aus der Blick über das Laga-Gelände genossen werden kann. Zudem soll der Wasserturm während der Landesgartenschau als Ausstellungsfläche genutzt werden, etwa für das Biosphärenreservat. Die angrenzende Trinkhalle wird saniert und gastronomisch genutzt. Die Bauarbeiten starten ebenfalls 2025.

 

Innovationsquartier am Külzberg

Im künftigen Innovationsquartier werden nach dem Abriss zweier Wohnblöcke in diesem Jahr  auf der entstehenden Freifläche verschiedene Biotope angelegt: ein Feuchtbiotop, dass auch der Entwässerung der angrenzenden Wohnbebauung dient, ein Waldbiotop und ein Ruderalbiotop, das Abbruchmaterial aus den abgerissenen Gebäuden integriert. Weiterhin werden Wiesen und nutzbare Rasenflächen, Wegeverbindungen und Angebote für die Nachbarschaft entstehen. Parallel plant die Wohnungsgenossenschaft Elbstrom den Umbau eines verbliebenen Blocks zu einem Modellprojekt für moderne Wohnformen. Während der Landesgartenschau wird das Innovationsquartier zudem auch Standort der Blumenhalle sein. 

 

Schwanenteich

Am Schwanenteich in Wittenberge sind laut Martin Hahn umfangreiche Maßnahmen zur Aufwertung geplant. Ziel sei es, den Bereich als attraktiven Wohngebietspark zu etablieren und die Aufenthaltsqualität für die Anwohner und Besucher nachhaltig zu verbessern. Ein zentrales Element der Neugestaltung ist die Erlebbarmachung des Gewässers durch den Bau von Steganlagen, die neue Möglichkeiten für Erholung und Naturerfahrung bieten. Ergänzend werden barrierefreie Wege angelegt, die eine gute Zugänglichkeit für alle Nutzergruppen gewährleisten. Hauptwege des Parks sollen zudem mit einer Beleuchtung ausgestattet werden. Im Nördlichen Bereich des Geländes sollen Spiel- und Bewegungsangebote für junge Besucher entstehen. Während der Landesgartenschau ist der Schwanenteich zudem Standort der Hauptbühne.

 

Kleingartenanlage Herrenwiesengrund

Die Kleingartenanlage Herrenwiesengrund, die sich außerhalb des eintrittspflichtigen Bereichs befindet, soll noch stärker zu einem lebendigen Treffpunkt für die Gemeinschaft werden und während der Landesgartenschau modelhaft künftige Nutzungsmöglichkeiten von Kleingartenanlagen zeigen. Ein zentraler Bestandteil der Pläne für die Laga 2027  ist die Umnutzung freier Parzellen. Diese sollen künftig für innovative Gemeinschaftsprojekte genutzt werden. Geplant sind unter anderem ein Kindergarten mit Wasserspielelementen, ein Seniorengarten mit barrierefreien Angeboten sowie ein Gemeinschaftsgarten, der als Begegnungsort für alle Generationen dienen soll.

 

 

 

 

 

 

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